Spielstätte

Der Kaisersaal im Frankfurter Römer

Der Römer ist seit dem 15. Jahrhundert das Rathaus der Stadt Frankfurt am Main und mit seiner charakteristischen Treppengiebelfassade eines ihrer Wahrzeichen. Das mittlere der ursprünglich drei eigenständigen Gebäude am Römerberg ist das eigentliche Haus zum Römer. Unter „Römer“ wird schon seit Jahrhunderten der gesamte Rathauskomplex verstanden.

Seit dem Mittelalter bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation 1806 Ort der meisten Kaiserwahlen bzw. Königswahlen und -krönungen, ist der Römer eines der herausragendsten Gebäude der deutschen Geschichte. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der daher vor allem im Inneren von der Nachkriegszeit geprägten Einrichtung ist er noch immer einer der bedeutendsten gotischen Profanbauten überhaupt.

Der wohl bekannteste Saal des Römers befindet sich oberhalb der Römerhalle im zweiten Obergeschoss. Hier fanden im Heiligen Römischen Reich seit 1612 die Krönungsbankette nach der Kaiserwahl statt. Heute ist der Kaisersaal vor allem berühmt durch die Bilder aller 52 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Es ist die einzige Sammlung dieser Art. Die Gemälde wurden zwischen 1838 und 1853 von verschiedenen Künstlern geschaffen, darunter Philipp Veit, Johann Jakob Jung, Alfred Rethel und Eduard von Steinle.

Seit Gründung des Vereins „Forum Alte Musik Frankfurt am Main“ finden die Konzerte im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und werden auf diese Weise durch die Stadt Frankfurt unterstützt.